Segelyacht
FAQ

Häufige Fragen.

Antworten zu Ablauf, Bordkasse, Anreise, Ausrüstung und allem, was Du für Deinen ersten Törn wissen solltest.

01

Vor dem Törn.

Was muss ich für einen Segeltörn können?

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Nichts. Bei jedem unserer Segeltörns ist ein Skipper an Bord, der die Yacht alleine segeln kann. Gerne zeigen dir unsere Skipper aber auch, wie segeln funktioniert. Sprich sie einfach an! Bei uns kann jeder mitsegeln!

Wer sind meine Mitsegler?

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Junge und jung gebliebene Erwachsene jeden Alters mit und ohne Segelerfahrung.

Kann ich auch allein mitsegeln?

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Du bist herzlich willkommen, wenn Du alleine mitsegelst. Aber vielleicht haben ja ein oder zwei Freunde von Dir Lust mit zu segeln. Hör Dich doch einfach mal um! Wenn Du jemanden mitbringst kriegst Du 50 Euro Preisnachlass pro Person auf Deinen Törnpreis – ATS plus 1!

Kann ich eine Kabine für mich alleine buchen?

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Alleinreisende teilen sich i.d.R. eine Zweierkabine mit einer gleichgeschlechtlichen Person.

Auf vielen Törns ist mit Aufpreis auch die Buchung einer Einzelkabine möglich, so dass eine Person alleine in einer Zweierkabine liegt.

Welches Gepäckstück sollte ich verwenden?

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Am besten nimmst Du eine weiche Tasche oder einen Rucksack mit. Bitte keinen Hartschalenkoffer. Dafür gibt es auf einer Segelyacht keinen Stauraum.

Was sollte ich alles in meinen Seesack packen?

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An Bord und bei Landgängen ist funktionelle Kleidung sinnvoll. Nach unserer Erfahrung wird mehr mitgenommen als notwendig. Hier einige Anregungen:

  • Bargeld für die Bordkasse
  • Sonnenbrille, Sonnencreme, windfeste Sonnen-Kopfbedeckung
  • Bordschuhe (rutschfeste Sportschuhe mit heller Sohle)
  • Segelhandschuhe (wenn vorhanden)
  • Feste Schuhe für Landausflüge
  • Kleidung warme Regionen: Sommersachen, ggf. leichte Jacke / Pullover für abends, ggf. Regensachen
  • Kleidung kühlere Regionen: Warmer Pullover / Fleece, ggf. Mütze, Segelkleidung (regen- und winddichte Jacke und Hose)
  • 1 Badehandtuch, Badesachen, Taucherbrille / Flossen
  • 1 Geschirrtuch pro Person
  • Reiseapotheke: evtl. Mittel gegen Seekrankheit, sonstige Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen

Wann muss ich bei einer Segelreise an Bord sein?

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Am Anreisetag kannst Du nachmittags ab ca. 17 Uhr an Bord der Yacht gehen. Bevor Du an Bord gehst, wird die Yacht vom Skipper übernommen und durchgecheckt. Damit der Skipper diese wichtige Tätigkeit gründlich und in Ruhe erledigen kann, solltest Du ein bisschen Geduld mitbringen. Die Crew kann in dieser Zeit die ersten Einkäufe erledigen.

Das eigene Gepäck kann in dieser Zeit in Absprache mit dem Skipper auf der Yacht abgestellt werden. Am Törn-Ende kommt Ihr i.d.R. am Tag vor dem Abreisetag im Heimathafen an. Am Abreisetag verlässt Du i.d.R. bis 9 Uhr das Schiff, damit die Endreinigung und Wartungsarbeiten vorgenommen werden können.

02

An Bord.

Wie ist eine Segelyacht ausgestattet?

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Es gibt an Bord eine vollwertige Küche mit einem Herd (meistens mit zwei Gasflammen) und einem Kühlschrank.

Außerdem gibt es auf jeder Segelyacht Nasszellen mit einer Toilette, einem Waschbecken und einer Dusche. Die Ausstattung ist relativ eng, aber praktisch. In den Häfen haben wir die Möglichkeit, die Wassertanks der Yacht aufzufüllen. In den meisten Marinas sind schöne sanitäre Anlagen vorhanden, in denen man duschen kann. Auf der Yacht ist Wasser in der Regel ein rares Gut und man sollte damit sparsam umgehen.

Wie sieht die Verpflegung an Bord aus?

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Bei einem Segeltörn muss für die Verpflegung am ersten Tag wie auch an den weiteren Tagen vor Ort selbst gesorgt werden. Die Crew geht meist gleich am ersten Tag gemeinsam zum Einkaufen. Gerne stellen wir Euch dafür eine Einkaufsliste zur Verfügung. Am ersten Abend gehen meistens alle gemeinsam in ein Restaurant.

Gibt es Bettwäsche, Kopfkissen und Handtücher an Bord?

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Gegen eine geringe Gebühr kannst Du Bettwäsche und ein Handtuch dazu buchen (ca. 15 Euro/Woche). Auf jeden Fall solltest Du noch ein weiteres Handtuch fürs Salzwasser mitbringen, da wir von der Yacht aus direkt ins Wasser springen werden. Decken und Kopfkissen sind an Bord.

Wenn Du an Deck des Schiffes schlafen willst solltest Du einen Schlafsack und eine Isomatte mitnehmen.

Wie kann ich an Bord mein Handy oder meine Kamera aufladen?

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Handys, Kameras etc. kannst Du im Hafen oder über einen 12-Volt-Stecker (Zigarettenanzünder) aufladen. Alle anderen elektrischen Geräte wie z.B. Fön oder ähnliches funktionieren nur, wenn wir Landstrom haben, also in der Marina.

Was ist wenn ich seekrank werde?

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In den ersten ein bis zwei Tagen muss sich dein Gleichgewichtsorgan möglicherweise auf die neue Umgebung einstellen. Nach kurzer Zeit sind aber auch Dir „Seebeine“ gewachsen. Wenn du Dich ablenkst und Dich z.B. auf das Steuern der Yacht konzentrierst, geht es dir in der Regel gut. Auch der Blick zum Horizont und frischer Wind um die Nase hilft. Halte Dich in den ersten Tagen möglichst wenig unter Deck auf. Wenn Du empfindlich bist, helfen Reisetabletten (rechtzeitig einnehmen) und Ingwertropfen.

Was ist eine Bordtoilette und wie funktioniert sie?

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Die Bordtoilette – an Bord auch liebevoll „Bordklo" oder schlicht „das Klo" genannt – ist eines der wichtigsten und gleichzeitig meistdiskutierten Ausstattungsmerkmale jeder Segelyacht. Wer das erste Mal an Bord kommt, stellt schnell fest: Die Toilette auf einer Yacht funktioniert ganz anders als zuhause.

Die gängigsten Typen im Überblick:

Handpumpen-Toilette (Seacock-WC): Die klassischste Form auf Segelyachten. Meerwasser wird mit einer Handpumpe durch die Toilette gespült. Das Abwasser landet entweder direkt im Meer (je nach Abstand zur Küste und geltenden Vorschriften) oder wird in einem Fäkalientank (Holding Tank) gespeichert. Eine zweite Pumpe entleert den Tank – entweder auf hoher See oder an speziellen Pumpout-Stationen im Hafen.

Elektrische Toilette: Ähnlich wie die Handpumpen-Toilette, aber mit einem elektrischen Motor betrieben. Komfortabler in der Bedienung, jedoch anfälliger für Defekte und abhängig von der Bordstromversorgung.

Kassettentoilette: Vor allem auf kleineren Booten anzutreffen. Der Abfall wird in einem herausnehmbaren Behälter (Kassette) gesammelt, der regelmäßig entleert werden muss.

Komposttoilette: Eine umweltfreundliche Alternative, die ohne Wasserspülung auskommt. Noch selten auf Charteryachten, aber bei Blauwasserseglern zunehmend beliebt.

Der Kreislauf an Bord:

Bei einer Handpumpen-Toilette wird zunächst mit einer bestimmten Anzahl von Pumpstößen Wasser in die Schüssel gepumpt, dann wird der Hebel umgestellt und das Wasser mit Inhalt abgepumpt. Danach folgen weitere Pumpstöße, um die Leitungen gründlich zu spülen. Klingt simpel – doch wer die Reihenfolge oder die Anzahl der Pumpstöße falsch macht, riskiert eine Überschwemmung oder eine Verstopfung.

Deshalb erklärt euch der Skipper zu Beginn jedes Törns ausführlich, wie die Toilette auf dieser Yacht funktioniert. Hört genau zu – es lohnt sich wirklich!

Wie bediene ich die Bordtoilette richtig?

+

Die richtige Bedienung der Bordtoilette ist für jeden Mitsegler Pflicht – nicht nur, um Verstopfungen zu vermeiden, sondern auch, um die Yacht sauber und funktionsfähig zu halten. Euer Skipper erklärt euch dies zu Beginn des Törns. Hier die grundsätzliche Vorgehensweise für die häufigste Variante, die Handpumpen-Toilette:

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Seeventil prüfen: Stelle sicher, dass das Seeventil (Seacock) geöffnet ist. Dieser Hahn kontrolliert den Wasserzufluss aus dem Meer. Ist er zu, gibt es kein Spülwasser – und das ist schnell vergessen.

  2. Wasser einfüllen: Stelle den Hebel auf „Einlass" und pumpe 5–10 Mal, bis ausreichend Wasser in der Schüssel ist.

  3. Benutzen: Ganz normal.

  4. Abpumpen: Stelle den Hebel auf „Auslass" und pumpe kräftig, bis die Schüssel vollständig leer ist. Wichtig: Nicht zu wenige Pumpstöße – Reste in der Leitung verursachen üble Gerüche.

  5. Nachspülen: Pumpe nochmals 10–15 Mal Wasser durch das System, um die Leitungen gründlich zu spülen.

  6. Seeventil schließen: Wenn die Toilette längere Zeit nicht benutzt wird (nachts oder beim Segeln), sollte das Seeventil wieder geschlossen werden. Das verhindert, dass bei einem Defekt Wasser ins Schiff eindringt.

Häufige Fehler:

  • Zu wenige Pumpstöße: Die Leitung ist nicht vollständig entleert, Gerüche entstehen.
  • Falsche Hebelstellung: Erst abpumpen, dann Wasser zufügen – das führt zu Blockade oder Überschwemmung.
  • Fremdkörper einspülen: Alles außer der zugelassenen Menge Toilettenpapier gehört nicht ins Klo.

Merke:

Eine gut bediente Bordtoilette hält lange und zuverlässig. Eine schlecht bediente sorgt für Ärger, unangenehme Gerüche und teure Reparaturen – und das macht für niemanden Spaß. Euer Skipper freut sich über jeden Mitsegler, der die Toilette mit Sorgfalt behandelt.

Was darf ich in die Bordtoilette spülen – und was nicht?

+

Diese Frage ist eine der wichtigsten zu Beginn jedes Törns. Die Antwort ist klar: In eine Bordtoilette darf so gut wie gar nichts – außer dem, was der menschliche Körper produziert, und ganz wenig geeignetem Toilettenpapier.

Was darf rein:

  • Menschliche Ausscheidungen (fest und flüssig)
  • Kleine Mengen speziellen Boots-Toilettenpapiers (dieses löst sich schnell auf und ist für Bordsysteme geeignet)

Was auf keinen Fall rein darf:

  • Normales Toilettenpapier: Löst sich zu langsam auf und verstopft die Leitungen. Wenn normales Papier verwendet wird, sollte es in einem Behälter entsorgt werden.
  • Feuchttücher: Selbst solche, die als „abbaubar" deklariert sind, sind ein Albtraum für Bordleitungen.
  • Tampons, Binden, Windeln: Absolutes No-Go. Diese quellen im Wasser auf und blockieren sofort die Pumpe.
  • Kondome: Verursachen Blockaden in der Pumpenmechanik.
  • Medikamente: Pharmawirkstoffe belasten das Meeresökosystem erheblich.
  • Speisereste, Fette, Öle: Gehören in den Müll, nicht ins WC.
  • Haare: Wickeln sich um die Pumpenmechanik und blockieren sie.
  • Zigarettenstummel: Banal, aber leider vorkommend.

Die Faustregel: Wenn du dir nicht 100 % sicher bist – kommt es nicht ins Klo.

Was tun mit Hygieneartikeln?

In der Nasszelle einer Segelyacht befindet sich in der Regel ein kleiner Abfallbehälter mit Deckel – genau für Hygieneartikel, die nicht in die Toilette dürfen. Dieser sollte regelmäßig in den Schiffsmüll entleert werden.

Umweltaspekt:

Viele Segelgebiete – insbesondere die Mittelmeerküste und geschützte Buchten – sind marine Schutzgebiete. In Küstennähe (meist unter 12 Seemeilen) ist es gesetzlich verboten, Abwasser ungeklärt einzuleiten. Verantwortungsvolle Segler nutzen den Haltungstank und entleeren ihn auf See oder an Pumpout-Stationen im Hafen.

Warum ist die Bordtoilette so pflegebedürftig?

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Eine Bordtoilette ist eine hochspezialisierte Maschine unter extremen Bedingungen. Sie arbeitet mit Meerwasser, wird von wechselnden Personen bedient und operiert in einem salzigen, feuchten Umfeld – und soll dabei absolut zuverlässig funktionieren. Kein Wunder, dass sie deutlich empfindlicher ist als die robuste Porzellanschüssel daheim.

Die Technik dahinter:

Eine Handpumpen-Toilette besteht aus mehreren Gummidichtungen, Klappen und Ventilen, die durch Salz, Kalk und Schmutz schnell verschleißen. Die Leitungen, die das Abwasser abführen, sind oft eng und kurvenreich – ein ideales Habitat für Verstopfungen. Elektrische Toiletten haben zusätzlich Motoren und Elektronik, die ebenfalls gepflegt sein wollen.

Wartung an Bord:

  • Regelmäßige Spülung: Nach jeder Benutzung ausreichend pumpen, um Rückstände zu entfernen.
  • Biologische Reiniger: Spezielle, biologisch abbaubare Reiniger für Bordtoiletten halten Dichtungen geschmeidig, bekämpfen Gerüche und schaden dem Meer nicht. Normale Haushaltsreiniger sind tabu – sie greifen Gummidichtungen an.
  • Seeventile regelmäßig betätigen: Damit sie nicht festrosten oder festbacken.
  • Entlüftung der Nasszelle: Sorgt für Luftzirkulation und reduziert Feuchtigkeitsschäden und Gerüche.

Was ist meine Rolle als Mitsegler?

Größere Wartungsarbeiten übernimmt der Skipper oder die Charterfirma. Als Mitsegler trägst du aber durch korrekte Nutzung entscheidend dazu bei, dass die Toilette den gesamten Törn über einwandfrei funktioniert. Eine Verstopfung mitten auf See ist unangenehm für alle – und der Skipper muss sie mit Werkzeug und nicht wenig Ekel beheben.

Profi-Tipp:

Manche erfahrene Segler schwören darauf, gelegentlich einen Schuss Olivenöl durch das Klo zu pumpen, um die Gummidichtungen geschmeidig zu halten. Das ist keine Legende – das Öl pflegt tatsächlich die Gummiteile. Fragt euren Skipper, ob er das an seiner Yacht empfiehlt.

Was tue ich, wenn die Bordtoilette nicht funktioniert oder verstopft ist?

+

Keine Panik – eine blockierte oder nicht funktionierende Bordtoilette ist ärgerlich, aber kein Notfall. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und sofort den Skipper zu informieren.

Mögliche Ursachen:

  1. Seeventil geschlossen: Der häufigste Fehler überhaupt. Kein Wasser kommt rein, weil das Seeventil noch zu ist. Lösung: Seeventil öffnen – Problem gelöst.

  2. Fremdkörper in der Leitung: Ein Feuchttuch, ein Tampon oder zu viel Toilettenpapier haben die Leitung blockiert. Der Skipper muss die Leitung demontieren und reinigen – eine unangenehme, aber lösbare Aufgabe.

  3. Defekte Gummidichtung oder Klappe: Mit der Zeit verschleißen die Ventilklappen im Innern der Pumpe. Die Toilette pumpt dann nicht mehr richtig. Ersatzteile sind an Bord oft vorhanden und können in der Marina getauscht werden.

  4. Elektrischer Defekt (bei elektrischer Toilette): Sicherung prüfen, Stromversorgung kontrollieren – danach den Skipper rufen.

  5. Voller Haltungstank: Wenn der Fäkalientank voll ist und nicht rechtzeitig entleert wurde, kann nichts mehr abgepumpt werden. Lösung: Tank an einer Pumpout-Station oder auf hoher See entleeren.

Was du tun kannst – und was nicht:

  • ✅ Informiere sofort den Skipper.
  • ✅ Hör auf zu pumpen, sobald du Widerstand spürst.
  • ❌ Versuche nicht, mit Gewalt weiterzupumpen – das verschlimmert die Situation.
  • ❌ Lass Wasser in der Toilette stehen und ignoriere das Problem.
  • ❌ Versuche nicht, Leitungen selbst zu öffnen, wenn du keine Erfahrung hast.

Bordklo außer Betrieb – was jetzt?

Im Hafen stehen Sanitäranlagen zur Verfügung. Auf See gilt es, pragmatisch zu sein: Viele Segler nutzen in solchen Situationen einen Püterich (Eimer) oder gehen über die Reling – selbstverständlich mit Sicherheitsleine und bei ruhiger See.

Vorbeugung ist besser als Reparatur:

Die beste Maßnahme gegen eine defekte Bordtoilette ist korrekte Nutzung von Anfang an. Erkläre die Regeln auch Mitseglern, die sie noch nicht kennen – und du wirst diese unangenehme Situation höchstwahrscheinlich nie erleben.

Wie halte ich die Bordtoilette sauber und geruchsfrei?

+

Die Nasszelle einer Segelyacht ist klein, oft feucht und wird von mehreren Personen gleichzeitig genutzt. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist Sauberkeit hier besonders wichtig. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten bleibt die Bordtoilette geruchsfrei und hygienisch.

Die wichtigsten Tipps:

1. Ausreichend spülen
Das klingt simpel, ist aber der häufigste Grund für Gerüche: zu wenige Pumpstöße. Wer nach der Benutzung mindestens 15–20 Mal nachpumpt, stellt sicher, dass keine Reste in den Leitungen verbleiben – und die Nasszelle frisch bleibt.

2. Biologische Bordtoiletten-Reiniger verwenden
Spezielle Mittel für Bordsysteme lösen Ablagerungen, bekämpfen Bakterien und neutralisieren Gerüche. Sie sind umweltverträglich und schonen die Gummidichtungen. Normale WC-Reiniger, Essigsäure oder Chlorprodukte sind an Bord verboten – sie zerstören die Dichtungen und schaden dem Meer.

3. Schüssel täglich reinigen
Mit einem weichen Schwamm oder einer Bürste und dem Spezialreiniger die Schüssel täglich kurz abwischen. Das verhindert Kalkablagerungen durch Meerwasser und hält das Klo frisch.

4. Für gute Belüftung sorgen
Die Nasszelle nach jeder Nutzung gut lüften. Viele Yachten haben eine Dachluke oder einen kleinen Ventilator – diese konsequent nutzen! Feuchtigkeit ist der Hauptfeind einer sauberen Nasszelle.

5. Abfallbehälter täglich leeren
Der kleine Behälter für Hygieneartikel sollte täglich in den Schiffsmüll entleert werden. Verrottende Hygieneartikel in einem geschlossenen Raum sind eine der Hauptgeruchsquellen.

6. Oberflächen trockenwischen
Nach dem Duschen oder Waschen alle Oberflächen – Boden, Wände, Armaturen – kurz abtrocknen. Das verhindert Schimmelbildung und hält die Nasszelle angenehm.

Eine Aufgabe für die ganze Crew:

Die Sauberkeit der Nasszelle ist Teamwork. Ein einfacher Reinigungsplan, bei dem reihum jemand die Nasszelle putzt, hat sich auf vielen Yachten bewährt. Sprich das beim Crew-Briefing an – euer Skipper wird es begrüßen.

Geruchs-Notfall:

Falls es trotz allem mal riecht: Spezieller Borddeodorant (erhältlich im Bootszubehörhandel) kann kurzfristig helfen. Langfristig löst nur eine gründliche Reinigung der gesamten Toilettenanlage das Problem dauerhaft.

03

Bordkasse & Kosten.

Was kostet mich der Törn?

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Der Segelurlaub kostet abhängig von der Jahreszeit und dem Revier zwischen 550 und 690 Euro/Woche. Katamaran-Törns liegen bei ca. 950 Euro/Woche.

Dazu kommt ca. 150 € bis 250 € Bordkasse für Lebensmittel, Restaurants, Hafengebühren, Diesel, Endreinigung etc.

Wie melde ich mich für einen Segeltörn an?

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Du kannst einfach aus unserem Törnkalender einen Törn deiner Wahl buchen. Oder Du schreibst uns eine E-Mail an info@actionteam-sailing.de mit Deinen Wünschen. Gerne organisieren wir für Dich auch Deinen ganz individuellen Törn. Du bekommst dann von uns eine schriftliche Buchungsbestätigung.

Wie kann ich meine Segelreise bezahlen?

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Nach Erhalt der Buchungsbestätigung wird eine Anzahlung von 50 % des Reisepreises fällig. Der Restbetrag ist dann spätestens 6 Wochen vor Reisebeginn zu zahlen.

Wie geht es nach der Törnbuchung weiter?

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Die Anreise für Deinen Segeltörn organisierst Du selbst. Gerne unterstützen wir Dich dabei mit Tipps. Einige Wochen vor dem Segelurlaub erhältst du von uns weitere Informationen per E-Mail. Kurz vor dem Törn bekommst du die Kontakt-Telefonnummer von deinem Skipper und wenn möglich den Namen und Liegeplatz der Yacht.

Was ist die Bordkasse?

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Die Bordkasse ist eine Gemeinschaftskasse, in die alle Mitsegler außer dem Skipper einzahlen. Aus ihr werden alle Kosten beglichen, die für das Zusammenleben und Zusammensegeln während des Törns anfallen (Lebensmittel, Hafengebühren, Schiffsdiesel etc.). Am ersten Tag des Segeltörns wird jeder ca. 120-150 € in die Bordkasse einzahlen. Ein Crewmitglied wird die Bordkasse verwalten. Der Skipper wird aus der Bordkasse mitverpflegt. Die Kosten für die Kasse hängen weitgehend von den Ansprüchen und Ausgaben der Crew ab.

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